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| >> Wiener Kurier vom 13.08.2006 |
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| Mozart mit Damen von Karl Löbl |
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Mozart ist durch und durch Opernkomponist. Er schreibt Kantilenen auch für Pianisten. Den Gesetzen des Gesanges zu folgen, zu atmen, sinnvoll zu phrasieren, deutlich und mitunter frech zu deklamieren – das ist die Aufgabe des Mozart-Spielers!“ Matthias Kirschnereit folgt seiner Definition auch in der Praxis. Zwischen 1999 und 2005 hat er sämtliche Klavierkonzerte Mozarts aufgenommen; zehn CDs enthält die Box (bei Arte
Nova), und das ist nicht bloß eine Verlängerung der Katalogliste. Diese
umfasst u. a. komplette Zyklen von Anda, Barenboim, Brendel, Buchbinder,
Perahia, Schiff. Die Konkurrenz ist also stark. Doch Kirschnereit will nicht seinen Mozart vorführen.
Er spielt die Konzerte völlig uneitel, versucht, auf den Tasten tatsächlich
Rezitative und Arien zu formen, auch Dialoge mit Soloinstrumenten des Orchesters, macht vor allem die Ecksätze zu pointierten Deklamationen.
Ideale Partner sind ihm die Bamberger Symphoniker und ihr Dirigent Frank
Beermann: Wenn Mozart so selbstverständlich klingt, zeugt das von jahrelanger Übereinstimmung... |
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