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| >> Reutlinger Generalanzeiger vom 09.03.2005 |
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| Brahms’ erstes Klavierkonzert |
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Mit Matthias Kirschnereit hatte man zudem einen Pianisten verpflichtet, der einen spezifisch deutschen Klavierstil vertritt. Perfekte Voraussetzungen für Brahms’ erstes Klavierkonzert also. Kirschnereit war emotional stark in die Musik eingebunden und hob sein Spiel dennoch kristallklar vom Orchester ab. Inspiriert spielte Kirschnereit auch das Adagio, in dem er sich mit tief empfundenen Gefühlen über den verblüffend leise spielenden Symphonikern ausleben konnte. Expressivität bis ins Detail auch im Finale, das im Gegen- und Miteinander von Klavier und Orchester machtvoll, aber durchaus filigran vorüberzog. Matthias Kirschnereit verband in ungewöhnlicher Weise technische Brillanz mit poetischer Tiefe.
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