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| >> Rheinische Post vom 21.02.2006 |
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| Der Sprung von Mozart bis Rachmaninow |
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Matthias Kirschnereit beeindruckte mit seinem Spiel beim Konzert in der Kempener Paterskirche. Versucht man sich Rechenschaft zu geben, wie der Pianist Matthias Kirschnereit, in Kempen längst kein Unbekannter mehr, bei seinem Auftritt in der Paterskirche den Weg von Mozart über Schumann und Chopin zu Debussy und Rachmaninow durchmaß, so muss zuerst seine außerordentliche technische Kompetenz genannt werden.
Es scheint da keine Grenzen zu geben, wenn er lustvoll die auf- und abwogenden leggiero-Passagen im Chopin-Scherzo oder die haarsträubenden Akkordgewitter in den Rachmaninow-Preludes präsentiert. Zu solchem Können gehört natürlich auch, nicht nur die richtigen Töne zu treffen, sondern auch jeden einzelnen Finger so weit unter Kontrolle zu haben, dass ein musikalisch sinnvoller Zusammenhang entsteht.
Seinen Sinn für eindringliche Gesangslinien ohne falsche Drücker zeigte Kirschnereit in Schumanns „Fünf Albumblättern“ op. 99. Drei grundverschiedene Chopinstücke (außer dem b-moll-Scherzo die As-Dur-Etüde op. 25/1 und das Nocturne cis-moll op. posth.) rundeten das Bild eines großartigen Pianisten auf der auf beigeisterten Beifall mit Zugaben von Brahms, Chopin und Mozart antwortete.
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