 Übersicht Presse
Interviews |
| >> Schwäbisches Tageblatt vom 11.03.2005 |
|
| Brahms’ Erstes Klavierkonzert |
|
Mit dem Pianisten Matthias Kirschnereit, noch in bester Erinnerung durch seinen früheren Auftritt in Reutlingen, hatte die WPR einen der wohl besten Brahms-Interpreten der Gegenwart verpflichtet, der sich mit Dirigent Norichika Iimori glänzend verstand. Brahms’ Erstes (d-Moll) Klavierkonzert erfuhr eine fesselnde, im besten Sinn aufregende klangliche Gestaltung. Solist Kirschnereit antwortete gleichsam begütigend, fand später zu enorm kraftvollen Kontern zum Orchester-Tutti. Ergreifend schön, mit sanft ausschwingenden Kantilenen spielte Kirschnereit das Adagio.
Und im Finale mobilisierte er enorme Energien, schien die Synkopen-gewürzten Passagen besonders zu genießen und schaffte in der Coda die Wendung zum „Bukolisch-Gelösten“. Deutlich hörbar wurde, dasss Dirigent und Solist sich auf eine Konzeption geeinigt hatten, und beide das technische Vermögen besaßen, sie bruchlos und virtuos auch umzusetzen. Das Publikum reagierte mit tosendem Applaus und mehr Bravo-Rufen als üblich. Kirschnereit bedankte sich mit einem ruhig-poetischen, subtil-singend gespielten Stück von Schumann.
|
<< zurück |
|