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| >> Die Rheinpfalz vom 15.10.2005 |
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| Umjubeltes Einspringerkonzert mit der Badischen Staatskapelle |
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Zum zweiten Mal in diesem Jahr stand ein Sinfoniekonzert der Badischen Staatskapelle ganz im Zeichen der Musik von Beethoven. Generalmusikdirektor Anthony Bramall dirigierte dabei unter anderem die fünfte Sinfonie. Matthias Kirschnereit war der Solist im vierten Klavierkonzert. Er war kurzfristig für die erkrankte Anna Gourari eingesprungen.
... Kirschnereit spielte den Solopart im G-Dur-Konzert op. 58 außerordentlich differenziert und facettenreich. Er entfaltete eine große Fülle subtiler Anschlagsnuancen und gab seinem Part in jedem Takt ein klares und detailgenaues Profil. Groß war die dynamische Bandbreite seines Vortrages, wobei besonders die leisen und innigen Stellen von erlesener Schönheit und Empfindungstiefe waren. So entfaltete der kurze zweite Satz eine ganz außerordentliche und wahrlich Atem beraubende Wirkung.
Nicht minder zwingend war Kirschnereits Spiel in der Kadenz des ersten Satzes. Der Pianist wählte die gängigere der beiden von Beethoven selbst stammenden Kadenzen und zeigte in ihr nicht nur seine brilliante Technik, sondern weit mehr noch seine einprägsame musikalische Gestaltungskraft.
Sein Gespür für zarte Übergänge, innerlich bewegte Steigerungen und pointiert ausgearbeitete Kontraste war hier nicht nur berückend und sorgte für eine Beethoven-Interpretation hohen Ranges, die vom Publikum im großen Haus des Staatstheaters entsprechend bejubelt wurde. Dass sich Matthias Kirschnereit auch auf die Wiedergabe spätromantischer Klaviermusik versteht, belegte er mit vituosem Rachmaninow als Zugabe. |
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