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| >> Badische Neueste Nachrichten vom 12.10.2005 |
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| Der große Klang - Beethoven im zweiten Karlsruher Sinfoniekonzert. |
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Ausgeprägte Sensibilität für den mitunter kapriziösen Klangsinns des Meister in dieser Phase führte sodann der Pianist Matthias Kirschnereit, der kurzfristig für die erkrankte Anna Gourari eingesprungen war, im vierten Klavierkonzert vor. Dank seiner Sorgalt und der nahezu kompromisslosen Transparenz seines Vortrages öffneten sich tiefe Blicke in die Komplexität dieses rätselhaften Werkes, das sich in seinem lyrischen Strom schon fast wie ein Fremdkörper zwischen seinen Schwesterwerken ausnimmt.
Kirschnereit folgte dem freizügigen Kurs seines Parts mit hoch kultiviertem Anschlag und viel Sinn für Nuancen. So fingen manche Klaviertöne in den Ecksätzen regelrecht zu funkeln an, erst recht in den schwärmerisch-verspielten Zugaben von Sergej Rachmaninow. Bramall und die Staatskapelle verdienten sich unterdessen höchstes Lob dafür, wie aufmerksam sie auf das raffinierte Wechselspiel des Solisten eingingen. |
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